Montag, 22. August 2011

Totgesagte leben länger

"Was hatten die Vertreter des Konservativismus nicht alles zu erläutern versucht. Sie teilten die Welt in Freund und Feind (Carl Schmitt), sprachen vom Ende der Geschichte (Francis Fukuyama), klärten uns über den Zusammenprall der Zivilisationen (Samuel Huntington) auf, philosophierten über die geistig-moralische Wende (Helmut Kohl) oder sie unterschieden ihr Erziehungsideal vom Lob der Disziplin (Bernhard Bueb) von dem der Emanzipation und Selbstbestimmung im Sinne der 1968er. Man möchte meinen, dass der Konservativismus seinen Zenit unlängst überschritten hat. Wer will heute noch als konservativ bezeichnet werden? Ist konservativ sein nicht längst out? Hat die traditionelle Wertevorstellung von Kinder, Küche und Kirche nicht ausgedient? Ähnlich wie in der Frage zur Rolle des Religiösen in unserer postmodernen Gesellschaft neigen manche dazu, den voreiligen Schluss zu ziehen, der Konservativismus sei an seinem Ende angelangt. [...]"

Dies ist der Beginn meines Editorials in der Ausgabe 2/2011 des politischen Magazins MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit). Sie wollen mehr wissen? Dann folgen Sie diesem Link: www.miz-online.de

Mittwoch, 3. August 2011

Großplakate gegen den Papstbesuch

Der Höhepunkt des Kirchenaustrittsjahres naht heran: Der Papst hat sich für den Herbst in Deutschland angekündigt, um einmal mehr seiner Mission von Anders- und Nichtgläubigen nachzukommen. Hier wird er tatkräftig von den PolitikerInnen aller im Bundestag vertretenen Parteien unterstützt. Um die Demokratie einmal zu schützen, und um das Recht auf Selbstbestimmung und Emanzipation zu betonen, sollen während des Papstbesuches Großflächenplakate über das Thema 'Kirche und Finanzen' das Verhältnis zwischen Staat und Kirche verdeutlichen. Um dieses Projekt bewerkstelligen zu können, bedarf es der ideellen und finanziellen Hilfe vieler Menschen. Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier tun: www.helpedia.de/spenden-aktionen/kirchenaustrittsjahr

Dienstag, 28. Juni 2011

Staatsleistungen an die Kirchen einstellen

Mit der Pressekonferenz der Humanistischen Union (HU), auf die Ergebnisse der Untersuchungen zu den heute gezahlten Staatsleistungen des Bundesrepublik Deutschland an die Kirchen vorgestellt wurden, wurde zeitgleich ein neues Internetportal vorgestellt, auf dem weitere Informationen abgerufen werden können. Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier tun: www.staatsleistungen.de

Mittwoch, 1. Juni 2011

Religionsfreie Zone in Dresden

In Dresden sind etwa 80% der Bevölkerung konfessionsfrei. Dennoch findet dort die, unter Beteiligung vieler PolitikerInnen und Prominenten der Evangelische Kirchentag statt. Unter dem Motto "... und da wird Dein Hirn sein!" gibt die Religionsfreie Zone vom 01. bis 04. Juni eine adäquate Antwort auf das religiöse Treiben. Mit einem bunten, politischen Programm, u.a. mit Carsten Frerk, Ricarda Hinz, Werner Kubitza und Michael Schmidt-Salomon, antwortet die Gesellschaft für Aufklärung, Humanismus und ReligionsFREIheit (GeFAHR e.V.) mit Vernunft auf die Missionsveranstaltungen der Kirche. Veranstaltungsort ist das Filmtheater Schauburg (Königsbrücker Straße 55, 01099 Dresden). Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier tun: www.gbsdd.de

Sonntag, 9. Januar 2011

Leitkultur, nein Danke!

"Bereits Ende der 1990er, als Bassam Tibi den Begriff der Leitkultur prägte und dieser vor allem von konservativen PolitikerInnen für die Forcierung einer christlichen Leitkultur vereinnahmt wurde, konnte man sich eines ganz sicher sein: Wir wissen zwar nicht wovon wir reden, aber darüber reden müssen wir. Nun steht uns abermals eine Leitkulturdebatte ins Haus und wir alle, Konfessionsfreie, HumanistInnen und SkeptikerInnen tun gut daran, uns aktiv an dieser Diskussion zu beteiligen. [...]"

Dies ist der Beginn meines Editorials in der Ausgabe 4/2010 des politischen Magazins MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit). Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier tun: www.miz-online.de

Mittwoch, 10. November 2010

Jahr des Kirchenaustritts

Am Donnerstag, 11. November 2010 startete die bundesweite Kampagne 'Jahr des Kirchenaustritts'. Unter dem Motto 'Mehr Netto, mehr Freiheit, mehr Solidarität!' rufen säkulare Verbände zum Austritt aus den Kirchen auf. Weitere Informationen zu den Zielen, hilfreiche Argumente und Tipps rund um den Kirchenaustritt gibt es auf der Internetseite www.kirchenaustrittsjahr.de

Mythos und Wahrheit

"Der Mythos (altgriech. = Laut, Wort, Erzählung oder auch sagenhafte Geschichte) scheint ein ständiger Begleiter unseres Alltags zu sein. So selbstverständlich assoziieren wir mit ihm eine sagenumwobene Geschichte. Eine Erzählung, deren Inhalt uns so zweifelhaft, aber doch wirkmächtig erscheint, dass wir in ihrem Kern ein Stück Wahrheit vermuten möchten. Einer dieser erzählerischen Mythen ist die Geschichte des Aufstiegs vom Tellerwäscher zum Millionär. Ein anderer handelt von der selbstlosen Wohltat der beiden christlichen Kirchen für das Allgemeinwohl. Beide Mythen haben etwas Faszinierendes, doch beide Mythen bilden die Grundlage einer immensen Täuschung. Während vielen längst klar geworden ist, dass der Weg vom Tellerwäscher zum Millionär nur wenigen vorbehalten ist, muss man hierzulande noch immer feststellen, dass viele BürgerInnen an den Mythos glauben, die Kirchen stellen sich selbstlos in den Dienst der Allgemeinheit. Doch stimmt das auch? [...]"

Dies ist der Beginn meines Editorials in der Ausgabe 3/2010 des politischen Magazins MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit). Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier tun:
www.miz-online.de