Mittwoch, 10. November 2010

Jahr des Kirchenaustritts

Am Donnerstag, 11. November 2010 startete die bundesweite Kampagne 'Jahr des Kirchenaustritts'. Unter dem Motto 'Mehr Netto, mehr Freiheit, mehr Solidarität!' rufen säkulare Verbände zum Austritt aus den Kirchen auf. Weitere Informationen zu den Zielen, hilfreiche Argumente und Tipps rund um den Kirchenaustritt gibt es auf der Internetseite www.kirchenaustrittsjahr.de

Mythos und Wahrheit

"Der Mythos (altgriech. = Laut, Wort, Erzählung oder auch sagenhafte Geschichte) scheint ein ständiger Begleiter unseres Alltags zu sein. So selbstverständlich assoziieren wir mit ihm eine sagenumwobene Geschichte. Eine Erzählung, deren Inhalt uns so zweifelhaft, aber doch wirkmächtig erscheint, dass wir in ihrem Kern ein Stück Wahrheit vermuten möchten. Einer dieser erzählerischen Mythen ist die Geschichte des Aufstiegs vom Tellerwäscher zum Millionär. Ein anderer handelt von der selbstlosen Wohltat der beiden christlichen Kirchen für das Allgemeinwohl. Beide Mythen haben etwas Faszinierendes, doch beide Mythen bilden die Grundlage einer immensen Täuschung. Während vielen längst klar geworden ist, dass der Weg vom Tellerwäscher zum Millionär nur wenigen vorbehalten ist, muss man hierzulande noch immer feststellen, dass viele BürgerInnen an den Mythos glauben, die Kirchen stellen sich selbstlos in den Dienst der Allgemeinheit. Doch stimmt das auch? [...]"

Dies ist der Beginn meines Editorials in der Ausgabe 3/2010 des politischen Magazins MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit). Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier tun:
www.miz-online.de

Dienstag, 20. Juli 2010

Mehr säkulare Demokratie wagen!

"Die bundesrepublikanischen ParlamentarierInnen befinden sich in heller Aufregung. Der Abgang des in der PolitikerInnenkaste eher unbeliebten Bundespräsidenten Horst Köhler hat die Krise der schwarz-gelben Koalition unter Angela Merkel vergrößert. Damit ist die ökonomische Krise Europas zusätzlich zu einer Demokratiekrise Deutschlands angewachsen. Die beiden Kandidaten für das Bundespräsidentenamt werden sicher nicht für die Rechte der Konfessionsfreien und für eine säkulare aufgeklärte Gesellschaft eintreten - Ein Plädoyer für einen säkularen Präsidenten in einem demokratischen Staat. [...]"

Dies ist der Beginn meines Artikels in der Ausgabe 2/2010 des politischen Magazins MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit). Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier tun: www.miz-online.de

Donnerstag, 22. April 2010

Linke Korinthenkackerei

"In Deutschland hat es die Linke nicht leicht. Dies betrifft sowohl die Linke als soziale Bewegung als auch die Partei Die Linke. Zwischen dem enormen Anpassungsdruck der parlamentarischen Demokratie ihre Regierungsfähigkeit unter Beweis zu stellen und gleichzeitig dem eigenen Selbstverständnis eines demokratischen Sozialismus gerecht zu werden, wird sie regelrecht zerrieben. Dass hierbei die klassische Gretchenfrage ‚Wie hältst Du es mit der Religion‘ eine durchaus wichtige Rolle spielt, zeigt die aktuelle Auseinandersetzung um das Wahlprogramm des Landesverbandes der NRW-Linken vor den kommenden Landtagswahlen. [...]"

Dies ist der Beginn meines Artikels in der aktuellen Ausgabe 1/2010 des politischen Magazins MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit). Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier tun: www.miz-online.de

Montag, 21. Dezember 2009

Die Unglückseligkeit der unsichtbaren Hand

"Das Grundprinzip der meisten Wirtschaftsordnungen weltweit basiert auf den Annahmen des Neoliberalismus. Über die Ausbreitung dieses marktwirtschaftlichen Konstrukts ist seit Marx so viel geschrieben worden, dass es ganze Bibliotheken bedürfte, um die Bücher zu erfassen. Vor allem in den letzten Monaten und Wochen ist, im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise, viel über den Niedergang des Kapitalismus und des Neoliberalismus geschrieben worden. Lange Zeit galt die freie Marktwirtschaft als alternativlos und als Zukunftsmodell unseres Zusammenlebens. Es gibt kaum eine Wirtschaftsideologie, welche solch verheerende Folgen in sozialer, kultureller, politischer und ökonomischer Hinsicht nach sich zog. Von Noam Chomsky, dem Linguisten und einer der führenden Kritiker des neoliberalen Zeitalters, stammt der Ausdruck des Profit over People. Dass es sich bei dem Konstrukt des ewigen Wachstums um eine Glaubenssache handelt, realisieren viele von uns erst jetzt. [...]"

Dies ist der Beginn meines Editorials in der Ausgabe 4/2009 des politischen Magazins MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit). Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier tun: www.miz-online.de

Montag, 9. November 2009

Für eine aufklärerische Bildungsoffensive

"Die beiden Staatskirchen können sich bis heute nicht über einen mangelnden Einfluss auf unser Bildungssystem beklagen. Religionsunterricht, Schulgottesdienste, Seelsorgeunterricht dazu Schulen und Kindergärten in eigener Trägerschaft. Erst langsam realisiert die säkulare Szene, dass dies nur ein kleiner Teil des Problems der religiösen Indoktrination darstellt. Mit dem neoliberalen Geist des freien Bildungsmarktes wurde der emanzipatorische Geist der 1968er abgelöst und, unter dem Deckmantel der Bildungsfreiheit, vielen pseudowissenschaftlichen wie religiös-fundamentalistischen Bewegungen der Zugang zur Bildungsware Mensch ermöglicht. Die säkulare Szene muss sich dieser Entwicklung, unabhängig poltischer Präferenzen, entgegenstellen. Ein Plädoyer für ein demokratisches, auf den Grundfesten der Aufklärung gebautes neues Denken in unserem Bildungssystem. [...]"

Dies ist der Beginn meines Artikels in der Ausgabe 3/2009 des politischen Magazins MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit). Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier tun:
www.miz-online.de

Quo vadis Europa?

"Der christlichen Religion wird für Europa eine außerordentliche Bedeutung beigemessen. Nicht umsonst sprechen Politik und Kirchen permanent vom christlichen Abendland und der Bedeutung der christlichen Moral und des christlichen Werteverständnisses für Europas BürgerInnen. Was hier unterschlagen wird, ist nicht nur die Tatsache, dass Europa weniger durch die christliche Nächstenliebe als durch die auf Gott und Vaterland begründeten (Vernichtungs)Kriege geprägt wurde, sondern auch der Fakt, dass Europa längst keinen monolithischen Block mehr darstellt. Sieht man von der emotional aufgeladenen Diskussion um die (kulturelle) Geschichte Europas, der Vergangenheitsbewältigung und der historischen Verantwortung ab, bleibt vor allem eine Frage, die es zu beantworten gilt: Quo vadis Europa? Wohin wird Europa (religiös) steuern? [...]"

Dies ist der Beginn meines Editorials zur Ausgabe 3/2009 des politischen Magazins MIZ (Materalien und Informationen zur Zeit). Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier tun: www.miz-online.de.